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Sommerabend

Mit dem „Sommerabend Zehntscheuer 1737“ hat die Bürgerstiftung Karlsdorf-Neuthard e.V. eine Spendenkampagne gestartet, um eines der ältesten Gebäude der Gemeinde für die Nachwelt zu erhalten. Bürgermeister Sven Weigt, als Gemeindeoberhaupt auch Mitveranstalter des Abends, hatte gute Nachrichten: Das Land Baden-Württemberg stellt nun bis zu 1,1 Millionen Euro aus dem Landessanierungsprogramm zur Verfügung. „Was man hier besonders schätzt, ist die Kombination aus Historie und kluger, zukunftsweisender Konzeption, kombiniert mit ehrenamtlichem Engagement“, erläuterte Weigt. Anregungen, diese Steuergelder anderweitig einzusetzen, stehen dabei nicht zur Diskussion: „Es ist ein Topf, den das Land nur für Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung stellt.“ Zudem stehen noch einige Mittel aus der Denkmalstiftung in Aussicht.

Um die Substanz des Bauwerks aus der Zeit der Fürstbischöfe zu erhalten und zu einem Kultur- und Begegnungszentrum für die ganze Bevölkerung zu machen wird das jedoch nicht reichen: Das Land gibt die Fördergelder nur dann, wenn gleichzeitig noch Spenden dafür eingehen. Architekt Gerhard Leicht, der als einer der Initiatoren das Projekt ins Rollen brachte, sprach von einer Ausstrahlung des profanen Barockbaus, dem man sich nur schwer entziehen könne. 35 ehrenamtliche Helfer haben dies schon in über 500 Arbeitsstunden am Objekt erleben können.

Stefan Huber, erster Vorsitzender der Bürgerstiftung, appellierte an den Gemeinschaftssinn: „Jetzt kommt es auf uns Karlsdorf-Neutharder an. Wir brauchen Spenden der Bevölkerung. Wenn wir zusammenhelfen, können wir die Zehntscheuer retten.“

Wie gemütlich man alleine schon neben der Baustelle sitzen kann, hatten viele Unterstützer gezeigt, die sich am Sommerabend auch von zwischenzeitlichem Regen nicht vertreiben ließen. Besonderen Dank geht an das Büro Schlindwein & Schmitt für den Wein, die Firma Aliventa für die unentgeltlich zur Verfügung gestellte Beleuchtungstechnik, an Bluefish Events für die außergewöhnlichen Lounge-Möbel sowie an die Band „Crazy Schuhs“ für die gespendete Gage.

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